SAMUEL SELLE

⋅ war schon mit drei Jahren im Kinderchor, hat im ersten Jahr jedoch nur dagesessen und sich nicht getraut den Mund zu öffnen
⋅ wollte lange Zeit lieber Violine als Cello spielen – doch drei Violinen wären daheim einfach zu viel des Guten gewesen
⋅ hat nahezu alle großen Kammermusikwettbewerbe für Klaviertrio auf dieser Welt bestritten
⋅ findet Cello viel zu anstrengend, hat aber mit 19 gemerkt, dass es wohl kaum ein anderes Instrument gibt, was solch eine klangliche Wandlungsfähigkeit besitzt
⋅ ist leidenschaftlicher Motorsport-Fan, würde gerne Kitesurfen lernen!

Wie geht’s dir?
Bergauf bergab, doch stets in die Zukunft blickend > ab und zu dem MIRROR lauschen
Was machst du, wenn du gerade nicht am Instrument sitzt?
All diejenigen Dinge ergründen, welche m/eine Balance zwischen Alltag und Beruf herstellen. Grübeln…
Was war dein außergewöhnlichstes Klangerlebnis, bevor du dich entschlossen hast, die Weiten der Musik zu ergründen?
Symphonie fantastique (H. Berlioz) & Apocalytica – beides unvergessliche Spektakel im Jugendalter, welche unterschwellig einen Berufswunsch ausgelöst haben.
Was machst du direkt nach einem Konzert?
Trinken, esse am besten Kaugummi o.ä. Geschmacksbomben und versuche angestrengt jeglicher Konversation aus dem Weg zu gehen, bin jedoch gleichzeitig hocherfreut, über das musikalische Geschehen zu plaudern.
Was ist Musik für dich?
Frei lassen, was immer im Herzen und Geiste schwebt – ohne im Moment darüber sinnieren zu müssen. Just feel it.

JOHANN JACOB NISSEN

⋅ war als kleiner Junge schon immer „der mit den wehenden Haaren und der Gitarre“
⋅ hat auch mal Klavier gespielt, das war ihm auf Dauer aber zu laut
⋅ hantiert in der Freizeit mit Wachs und Leinwänden herum und nennt es Kunst
⋅ hat immer eine offene Tür für jeden
⋅ ist am glücklichsten an lauen Sommerabenden
⋅ und findet, dass Heine die absolut coolste Sau ist

Wie geht’s dir?
Voller Glück und Tatendrang, es gibt noch so viel zu entdecken.
Was machst du, wenn du gerade nicht am Instrument sitzt?
Am liebsten alles auf einmal: Ein gutes Buch auf dem Segelboot lesend, bringe ich Wachs und Farbe auf Leinwände und lasse den Gedanken freien Lauf.
Dein inspirierendster Moment der letzten Jahre?
Ein Konzert in 2016: Einen Tag vor dem Konzert haben Luisa und ich die für uns gebauten Gitarren von Nicolaus Wollf in die Hände bekommen. Das Konzert war eine Entdeckungsreise, ein gemeinsames Kennenlernen. Ein neues Instrument so zu erleben, so zu begreifen, ist sehr emotional und wahnsinnig inspirierend.
Was machst du direkt nach einem Konzert?
Direkt danach brauche ich ein paar Minuten für mich und ein Glas Rotwein – ich gebe so viele Emotionen preis in Konzerten, da fühle ich mich anschließend etwas leer und muss mich kurz wiederfinden. Danach genieße ich den Austausch mit Zuhörern und Mitmusikern.
Was ist Musik für dich?
Musik ist Kontakt und Energie – eine Symbiose zwischen den Musikern, dem Komponisten und den Zuhörerenden. Sie ist Freude und Trauer, Schmerz und Liebe. Und vor allem ist sie immer anders, hat unendlich viele Facetten.

LUISA MARIE REICHELT

⋅ hat im Milchzahnalter mit Gitarre und Schach angefangen
⋅ Singen ist ihre große Leidenschaft
⋅ drei Jahre im englischen Musikinternat waren die Zeit ihres Lebens
⋅ auf der Bühne am liebsten in Abendkleid und High Heels, ansonsten aber nicht ohne ihre coolen grünen Sneaker
⋅ pinke Gerberas sind ihre Lieblingsblumen
⋅ wenn sie Hunger hat, sollte man mit ihr lieber nicht proben

Wie geht’s dir?
Absolut großartig, wobei mir das Hamburger Schmuddelwetter schon manchmal auf den Geist geht.
Was machst du, wenn du gerade nicht am Instrument sitzt?
Dann spiele ich Schach, lerne persisch oder mache die Wohnung unordentlich. Und Rad fahre ich neuerdings auch sehr gern.
Wo wolltest du immer schon hinreisen?
Seitdem meine Schwester in Teneriffa Urlaub gemacht hat, möchte ich da auch hin, weil es dort einen coolen Outdoor-Rutschenpark gibt. Ach ja, und in den Iran möchte ich auch unbedingt mal.
Was machst du direkt nach einem Konzert?
Traurig sein, dass es vorbei ist und danach mit ganz vielen Leuten gut essen gehen.
Was ist Musik für dich?
Wohltuende Klänge für Ohren und Seele.

PHILLIP WENTRUP

⋅ musste sich als Zappelphilipp irgendwo festhalten. Das Cello kam zur rechten Zeit und ⋅ er ließ es nie wieder los…
⋅ wäre gern auch noch Tennisspieler geworden
⋅ ist Nordlicht, mag das Meer und liebt schottischen Whisky
⋅ Gedicht ist für ihn Pflicht!
⋅ ist Mitglied im NDR Elbphilharmonie Orchester
⋅ die Faszination des Bösen ist okay, solange der Magnetismus des Guten die Waage hält

Wie geht’s dir?
Momentan sehr gut – Jeder Tag bringt viel Neues und Spannendes.
Was machst du, wenn du gerade nicht am Instrument sitzt?
Das kommt sehr selten vor, aber wenn ich Zeit habe, höre ich viel andere Musik. Ich entdecke gerne neue Richtungen und Klänge. Abends verbringe ich gerne Zeit mit meiner Freundin oder mit Freunden.
Was hörst du am liebsten?
In letzter Zeit höre ich viel Schubert, Debussy, Fazil Say, Sigur Rós und Radiohead. Meeresrauschen ist aber auch sehr schön.
Was machst du direkt nach einem Konzert?
Bei einem Bier die Konzerterlebnisse Revue passieren lassen.
Was ist Musik für dich?
So plakativ und abgenutzt das klingen mag: aber Musik ist für mich Leben.