CD Neuheiten im NDR Kultur Radio. Nachhören hier ab 17:30: https://bit.ly/ndrkultur "Was ich auch in Konzerten immer total toll finde ist: diese Gegensätze zwischen einem Zupfinstrument und einem Streichinstrument. Das Cello kann leichter gesanglich spielen als die Gitarre, bei der Gitarre ist es eher perkussiv. Das ergänzt sich sehr gut. Das Cello kann schöne Linien spielen und die Gitarren können pushen, diese Gegensätze ziehen sich an, finde ich."

Ensemble Mirror Strings: zwei Celli und zwei Gitarren

So erklärt der Cellist Phillip Wentrup den besonderen Reiz des Ensembles Mirror Strings. Das Quartett vereint die ungewöhnliche Besetzung von zwei Celli und zwei Gitarren und demonstriert seinen Farbreichtum auch auf der aktuellen CD mit dem Titel "Dedication", also etwa "Hingabe" oder "Widmung". Dort streichen und zupfen Wentrup und seine Kollegen Stücke, die eigens für das Ensemble entstanden sind.
Der Schweizer SRF hat unsere CD sehr schön vorgestellt. Leider nur aus der Schweiz abspielbar.

Mirror Strings - Holberg Unplugged (Ears Love Music)

Das Ensemble Mirror Strings stellt sich vor: Mit dieser Aufnahme beweisen Luisa Marie Reichelt und Johann Jacob Nissen, Konzertgitarre, sowie Samuel Selle und Phillip Wentrup, Violoncello, dass „klassische“ Musik keineswegs eine aussterbende Kunst ist, zu genießen in elitärer Runde von Eingeweihten mit ergrautem Haar. 
Das Quartett spielt Aus Holbergs Zeit – Suite im alten Stil von Edvard Grieg, ursprünglich komponiert für Streichorchester, in einem beeindruckenden, farben- und abwechslungsreichen Arrangement, das die Musiker selbst erarbeitet haben. So frisch kann Klassik klingen – und die Spielfreude der Vier ist selbst am Lautsprecher nicht zu überhören. 
Dass die Musiker von Mirror Strings ein Händchen für Bearbeitungen haben, zeigt sich auch beim Bonustrack Die Meere, ein Lied von Johannes Brahms. Hier teilen sich eine Gitarre und die Celli zu den Bässen einer zehnsaitigen Gitarre gleichermaßen in den Gesangspart. Was für ein Gewirbel! Die geschickten Arrangements rücken nicht nur das Original, sondern auch die vier beteiligten Instrumente ins beste Licht. Jeder der vier jungen Virtuosen erhält dabei einen attraktiven Part. 
Wenn es so gekonnt vorgetragen wird, dann lohnt es sich, Altbekanntes neu zu hören. Man darf gespannt bleiben, welchem Werk die Mirror Strings zukünftig eine Frischzellenkur verpassen – denn eines muss man dem Debüt des Quartetts vorwerfen: 20 Minuten sind wirklich zu kurz. Mehr davon bitte!